Banner grau im Gericht mit Ulvi
Peggy bunt

Am 7. Mai 2001 verschwindet

Peggy Knobloch im Alter von

9 Jahren

Was geschah wirklich mit Peggy? (Text anklicken zum Video - Interview Gudrun Rödel mit Prof.Vogt auf Youtube)

 

Der Tagesablauf von Peggy an diesem 7. Mai 2001

Peggy verließ an diesem Tag – wie so oft – auf dem letzten Drücker ihre Wohnung Marktplatz 8 in Lichtenberg. Ihren Freundinnen hatte sie berichtet, dass sie sich den Wecker stellen und immer alleine aufstehen muß; ihre Mutter wecke sie nicht.

Ein Nachbar berichtete, dass Peggy wiederholt frühmorgens weit vor Schulbeginn (um 5.30 Uhr) bei ihnen klingelte, weil sie dachte, sie hätte verschlafen. Er schickte sie wieder nach Hause, machte sich jedoch Gedanken, ob Peggy gar über Nacht alleine zu Hause war.

Marktplatz  8 vorn

 

Im Lebensmittelgeschäft Langheinrich hatte sich Peggy für die Schule eine Käsestange, 2 Lutscher sowie eine „Caprisonne“ gekauft. Ein Angestellter der Sparkasse sah das Mädchen mit wehenden Haaren über den Marteau-Platz rennen.

Drehtermin 026

Nach Schulschluß um 12.50 Uhr geht Peggy nicht gleich nach Hause, sondern hilft zusammen mit ihrer Freundin der Hausmeisterin beim Leeren der Papierkörbe. Auch hatte sie ihre Geldbörse vermisst, die sie nach längerem Suchen gefunden hatte.

Gegen 13.05 Uhr verlassen die beiden Mädchen die Schule und bummeln nach Hause. Ein älterer Schüler hatte sie noch getroffen und gesehen, wie sie sich an einem am Weg liegenden Spielautomaten zu schaffen machten.

Fotos Liberg 006

Um 13.15 Uhr fährt eine Lichtenbergerin zusammen mit ihrer Tochter in Richtung Naila. Beim Vorbeifahren sieht sie die beiden Mädchen im  Grundstück Nailaer Str. 16  - dort wohnt Peggys Freundin -  stehen. Beide hatten den Ranzen auf dem Rücken; Peggy winkte ihr noch zu! 

Fotos Liberg 001

Eine weitere Zeugin sieht, wie Peggy etwa zwischen 13.15/13.30 Uhr an der Friedhofsmauer entlang in Richtung Marteau-Platz läuft. Kurz bevor sie ihr Wohnhaus Marteau-Platz 6 betritt, hat sie Peggy noch einmal im nördlichen Bereich (in Höhe der Einengung Richtung Markt) gesehen.

Fotos Liberg 002

Wenig später fährt der Schulbus kommend aus Naila am Marteau-Platz vorbei, in dem eine Freundin von Peggy sitzt. Sie sieht Peggy aus dem Bus heraus in Höhe der Kirchgasse (kurz vor  ihrem Wohnhaus) laufen. An Hand des Fahrtenschreibers des Busses wird diese Zeit mit etwa 13.30 Uhr festgemacht.

Fotos Liberg 010

Ein damals 15-Jähriger sieht Peggy nachmittags gegen 15.30 Uhr auf Höhe des Lichtenberger Rathauses. Er kennt Peggy ganz genau, auch besonders aus seiner Zeit als Schülerlotse. Auf die ermittelnden Beamten machte er einen „sehr vernünftigen und sicheren“ Eindruck. 

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Weiter wird Peggy von Kindern an der Bäckerei Brandler etwa um 16.30 Uhr gesehen.

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Abends etwa 18.45/19.00 Uhr wurde Peggy von zwei Jugendlichen in Höhe Falkenweg in Richtung Carlsgrüner Weg mit ihrem City-Roller gesehen.

skizze

 

Wer war Peggy?

Peggy war zum Zeitpunkt ihres Verschwindens 9 Jahre alt. Sie sei ein liebes und offenherziges Kind gewesen, oft ein verspielter Typ mit blühender Phantasie. Sie war ein sehr hübsches Kind mit „stahlblauen Augen“.

Es war aber auch in Lichtenberg bekannt, dass

                       -    Peggy viel alleine war und herumstreunte und bei Nachbarn Geborgenheit suchte;

                       -    nicht gern nach Hause ging und bei Nachbarn nach Essen und Trinken verlangte,                         

                       -    Peggy geschlagen wurde; Freunde hatten Striemen auf ihrem Rücken gesehen

 

 

Das Verhalten von Peggys Mutter lässt große Zweifel an ihrer Glaubwürdigkeit als an dem ganzen Geschehen ahnungslose Mutter aufkommen

 

Noch in der Nacht – 3.30 Uhr – erstellten Peggys Mutter und ihr Lebensgefährte ein Fahndungsplakat mit dem Hinweis, dass Peggy seit 14 Uhr vermisst sei. Woher wussten sie das so genau, denn beide waren ja zu dieser Zeit auf der Arbeit. Der Hofer Staatsanwalt Siller hatte - wie es tatsächlich war - in seinem Rechtshilfeantrag nach Tschechien erklärt, dass Peggy Hinweisen entsprechend zwischen 15 und 16 Uhr, ja sogar 19 Uhr noch in Lichtenberg gesehen wurde.

fahndungsplakat

 

Peggys Mutter gibt zur Fahndung Fotos ihrer Tochter heraus, die das Mädchen im Alter von 6 Jahren zeigt, also keinesfalls der Realität entsprechen, geschweige denn für ein Fahnungsplakat geeignet sind. Ganze 3 Wochen später erst wird das Foto ausgetauscht.

Peggys Mutter erklärt, dass ihre Tochter keine Streunerin sei; durch viele Zeugenaussagen ist jedoch belegt, dass Peggy “überall und nirgends war” und vor allem zu Zeiten, an denen ein Kind längst hätte zu Hause sein müssen.

Peggys Mutter erklärte, dass ihre Tochter nachmittags von ihrem Lebensgefährten betreut wurde, wenn er Nachtschicht hatte; tatsächlich arbeitete er nie in Nachtschicht!!

Wie kann es sein, dass eine Mutter - ohne große Überlegung - sofort exakt auf Anfrage der Polizei die Kleidung ihrer Tochter beschreiben kann, die sie an diesem Tag getragen hat?? Ja sie weiß sogar die Farbe der Schuhsohle. Klassenkameradinnen erinnern sich aber, dass Peggy in der Schule eine Latzhose getragen hat; die Mutter bestätigte auch, dass ihre Tochter eine Latzhose besitzt. Das würde bedeuten, dass Peggy - entgegen der irrigen Annahme, sie sei nie zu Hause angekommen - sehr wohl nach der Schule zu Hause gewesen war und sich umgezogen hat.

Die Mutter hatte gehört, dass Peggy früh noch einmal umgekehrt war; sie legte sich dann noch einmal hin und später hatte sie gesehen, dass an der Gardobe der Beutel mit Spielsachen fehlte, den Peggy wahrscheinlich noch geholt hatte. Später in der Hauptverhandlung jedoch berichtet sie wahrheitswidrig, ihre Tochter sei noch einmal umgekehrt, habe sie in den Arm genommen und erklärt: „Mama ich hab dich lieb“.

früh aus dem haus

Peggy Mutter und der Lebensgefährte hatten an diesem Tag Spätdienst; trotzden sollte Peggy an diesem Tag ganz pünktlich zu Hause sein - den Grund dafür konnte Peggys Mutter nicht nennen. Wartete man etwa auf den Herrn, der in der Mittagszeit mit dem Taxi kam und in Richtung Wohnhaus von Peggy lief? Der Herr konnte an Hand von Fotos von einem Zeugen identifiziert werden, jedoch sein Name wird bis zum heutigen Tag verschwiegen – warum?

Arbeitskollegen erlebten, wie Peggys Mutter an diesem Tag „völlig durch den Wind“ zum Dienst erschien - was war der Grund? Ihre Erklärung vor dem Wiederaufnahmegericht Bayreuth im Mai 2014 entspricht nicht den Tatsachen und wurde widerlegt!

Peggys Mutter verlässt 3 Monate nach Peggys Verschwinden den Ort, weil sie angeblich die Anfeindungen der Lichtenberger nicht mehr ertragen könne. Tatsächlich wissen alle, dass ihr Wegzug auf Grund einer bevorstehenden r Zwangsräumung wegen Mietschulden erfolgt ist.

Peggys Mutter erklärte, dass ihre Tochter schon am Freitag vor ihrem Verschwinden nicht mehr aus dem Haus gewollte habe. Tatsächlich war Peggy den ganzen Nachmittag unterwegs, 17 Uhr zum Bogentragen mit ihren Schulfreundinnen; diese wussten, dass Peggy nicht nach Hause wollte aus Angst, weil sie dann ja mit dem Stiefvater alleine sei.

Peggys Mutter erklärte auch, dass ihre Tochter in letzter Zeit nicht mehr so oft zur Nachbarin gegangen sei, um “bohrenden und peinlichen” Fragen aus dem Weg zu gehen. Waren es etwa Gründe, die im Zusammenhang mit dem Bruder des Nachbarn - einem 2013 verurteilten Sexualstraftäter aus Halle - standen? Holger E. besuchte oft seinen Bruder und hatte engen Kontakt zu Peggy; ja er mochte sie sehr.

Die Mutter von Holger E. bestätigt, dass er schon öfters in Lichtenberg war; in den Ferien zuletzt sogar 14 Tage. Peggy sei bei der Nachbarsfamilie ein- und ausgegangen;  sie sei beim Kaffeetrinken und Mittagessen dabei gewesen. Auch Peggys Mutter weiss von diesem Kontakt ihrer Tochter, dass Holger E. bei Besuchen mit ihr auf dem Spielplatz und im Wald bei der Hermannsruh war, was ihrem Lebensgefährten jedoch nicht so gefallen habe.

In keiner Form wird erwähnt, dass Holger E. in Hof eine Lehre begonnen hatte und es ihm somit möglich war, fast täglich mit Peggy zusammen zu treffen. Auch die Möglichkeit, dass Holger E. sogar bei seinem Bruder (Nachbar von Peggy) in dieser Zeit gewohnt haben könnte, wird bei den Ermittlungen völlig außer Acht gelassen!

Im Rahmen der Ermittlungen wurde Peggys Mutter am 23.5.2001 ein Foto vorgelegt, ihre Tochter im Arm von Holger E. Sie kennt dieses Foto, sie weiss genau, wann und wo es erstellt wurde.

eckert

2013 - als ein Wiederaufnahmeverfahren im Gespräch war, wird Peggys Mutter in einer Talk-Runde bei RTL stern TV erneut mit diesem Foto (Peggy im Arm von Holger E.) konfrontiert und - für jeden Zuschauer deutlich sichtbar - ist sie sehr erschrocken und kann sich plötzlich an das Bild nicht mehr erinnern: “das sehe ich heute zum ersten Mal”!

Unwahre Angaben, um Ulvi zu belasten

 

Deutlich sichtbar ändert plötzlich Peggys Mutter ihre Aussagen, als Ulvi als Verdächtiger für sexuelle Handlungen an Peggy geführt wurde.

Wusste sie zu Beginn der Vernehmungen nicht, was ihre Tochter am Tag des angeblichen Missbrauchs durch Ulvi gemacht hat, so erinnert sie sich später plötzlich ganz genau, dass Peggy an diesem Tag ganz pünktlich nach Hause kam, was jedoch durch Zeugen eindeutig widerlegt ist.

Weisst Peggys Mutter zu Beginn der Ermittlungen auf deren Sportkleidung im Flur hin, die sie am Donnerstag vor ihrem Verschwinden nachmittags zum Kinderturnen getragen hat, erklärt sie ein Jahr später, dass Peggy nicht zum Kinderturnen war und belastet somit Ulvi sehr. Die Lehrerin kann aber nachweisen, dass Peggy tatsächlich zum Turnen war.

Gab noch zu Beginn der Ermittlungen Peggys Freundin zu Protokoll, dass sich Peggy an dem Freund ihrer Mutter rächen wollte, erklärte Peggys Mutter später, ihre Tochter habe sich an Ulvi rächen wollen; den Nachsatz “Freund ihrer Mutter” lässt sie weg!

knobloch rächen

Peggy und ihr Lebensgefährte erklären, dass Peggy bereits seit 2000 Wesensveränderungen zeigt; plötzlich belastet die Mutter Ulvi und benennt - wahrheitswidrig - gerade den Tag, an dem Ulvi angeblich Peggy missbraucht haben soll! Mit dieser Aussage belastet sie Ulvi erneut und untermauert eine mögliche Vergewaltigung ihrer Tochter durch Ulvi!

 

Nach der Verurteilung von Ulvi 2004 lässt Peggys Mutter ein Grab für ihre Tochter errichten! Als Sterbetag gibt sie das Datum des Verschwindens ihrer Tochter an. Sie brauche einen Ort, an dem sie trauern könne; tatsächlich haben der Pfarrer sowie die Gemeinde die Mutter dort noch nie gesehen; das Grab ist total verwildert! 

 

Grab Peggy 1