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Herr Karl-Heinz Hörteis aus Naila sprach mit seinem Leserbrief vom 10.5.2004 vielen Bürgern regelrecht aus dem Herzen.

Bürger aus Lichtenberg und Umgebung nahmen Kontakt zueinander auf; am 30.September 2004 gründete sich die Bürgerinitiative „Gerechtigkeit für Ulvi“,

Die Süddeutsche Zeitung berichtete in ihrer Ausgabe vom 16./17. Oktober 2004 über die Bürgerinitiative:
Diese Bürgerinitiative ist womöglich beispiellos in der deutschen Rechtsgeschichte;
sie will nicht den Rechtsstaat aus den Angeln heben,
sie kratzt an den wunden Stellen eines Mordprozesses ohne Leiche, in
dem ein Geisteskranker auf der Basis lückenhafter Ermittlungsergebnisse,
widersprüchlicher Zeugenaussagen und eines Geständnisses, das er ohne
seinen Anwalt abgelegt hat, verurteilt wurde.
Medien und Polizei haben die Anwohner im Dorf sehr verunsichert; Aussagen wurden falsch wiedergegeben.
Die Empörung der Lichtenberger über den Auftritt der ehemaligen Familienministerin, Frau Renate Schmidt, in der „Johannes B. Kerner-Show“ am 4.11.2003 – noch vor der Verurteilung von Ulvi – mit ihrer Erklärung, die Lichtenberger hätten eine Mauer des Schweigens aufgebaut, um Ulvi zu schützen, war groß.
Nach dem Veto gegen diese Äußerung durch den damaligen Bürgermeister von Lichtenberg versprach die Ministerin, sich in Lichtenberg den Argumenten zu stellen.
Bis heute - trotz mehrfacher Einladungen auch der Bürgerinitiative – hat sie bis heute den Weg nach Lichtenberg nicht gefunden! Ihr letztes Schreiben vom 7.11.2005:

Ein erstes Forum der Bürgerinitiative findet im Oktober 2004 sowie März 2005 unter großem Medieninteresse statt.
7.5.2006
5 Jahre nach dem Verschwinden von Peggy haben sich mehr als 1000 Bürger aus Lichtenberg und Umgebung in die Mitgliederliste der Initiative eingetragen; für sie alle gilt Ulvi als Opfer von staatlicher Willkür und Manipulation.
Auch die Großeltern von Peggy treten der Bürgerinitiative bei. Sie besuchten Ulvi in der Psychiatrie und sind überzeugt, dass er nicht der Mörder ihrer Enkelin ist.
“ Man wollte doch nur den Fall Peggy schnellstens abschließen und hat Ulvi dazu verwendet, um einen Täter zu präsentieren.”
Skandalöse Polizeiaktion unter der Leitung von Polizeirat Walther am 15.12.2006
Was sich am 15.12.2006 abspielte, kam einem knallharten Krimi gleich. Ein Lichtenberger und seine Familie wurden unter der Leitung von Polizeirat Walther und einem Riesenaufgebot von 4 Polizeifahrzeugen massiv bedrängt und wie Schwerverbrecher behandelt; er habe widerrechtlichen Sachen entwendet und sich als Polizist ausgegeben..
Bericht 19.12.2006 Frankenpost-Archiv
Die hochfränkische Polizei habe aber in einer „panischen Reaktion“ mit einem „massiven Aufgebot an zivilen und uniformierten Einsatzkräften“ vereitelt, dass die Initiative neue Beweise in dem umstrittenen Mordfall vorlegen hätte können. Initiativen-Mitglieder seien nach eigener Aussage „behandelt worden wie die Verbrecher“. So hätten zwei zivile Einsatzfahrzeuge und zwei Streifenwagen eine Straße abgesperrt, angeblich um die „Flucht“ eines der Dachboden-Stöberer zu verhindern.
Die Hofer Polizei erklärte, die Bürgerinitiativen-Mitglieder hätten sich unter einem Vorwand Zutritt zu dem Dachboden verschafft, eine Erlaubnis hätten sie nicht gehabt. Die Gegenstände würden nun „an die rechtmäßigen Eigentümer ausgehändigt“.
Tatsächlich lag die Erlaubnis eines Mitgliedes der Bürgerinitiative vom Vermieter vor, einige Dinge von Peggy wie Spielsachen oder Kleidungsstücke, die bereits seit 4 Jahren auf dem Dachboden der ehemaligen Wohnung Knobloch lagerten, zu entnehmen. Der Vermieter selbst war froh, auf diese Weise sich diesem Müll zu entledigen, was Aufgabe von Frau Knobloch gewesen wäre.
Tatsächlich wurden diese Gegenstände von der Polizei nicht an die rechtmäßige Eigentümerin ausgehändigt, sondern durch Mitglieder der Bürgerinitiative eigenhändig dem Sperrmüll übergeben!
Am 12. Juli 2008 wurde an die Landtagsvizepräsidentin und Vorsitzende der Lebenshilfe – Landesverband Bayern - Barbara Stamm anlässlich des Tages der Begegnungen mit geistig behinderten Menschen - eine Aktion der Lebenshilfe - in Bayreuth ein Schreiben der Bürgerinitiative übergeben.

Trotz Versprechen mit einer herzlichen Geste der Umarmung lässt eine Antwort bis heute auf sich warten!
Eine Spendenaktion – aufgerufen durch die Bürgerinitiative – trug einerseits zur Finanzierung von Anwaltskosten bei und kam andererseits den Eltern von Ulvi Kulac zugute.
Die Bürgerinitiative nimmt am 18. September 2007 an der Demonstration in Würzburg aus Anlass des Deutschen Richter-und Staatsanwalttages unter dem Motto: „Rettet die Grundrechte“ teil.
Die Initiative unterstützt die Forderung nach einer grundgesetzkonformen Rechtsprechung, richterlicher Unabhängigkeit, einer neutralen Kontrollstelle der Justiz, Wiedereinführung der Protokollierung bei Gerichtsverfahren sowie Vereidigung im Strafprozeß.

Es erfolgte ein Schweigemarsch durch Würzburg, allen voran das Plakat von Ulvi!
Am 7. Mai 2009 läuten die Glocken in Lichtenberg!

Auf Betreiben der Bürgerinitiative findet in Lichtenberg ein Gedenkgottesdienst für Peggy statt. (siehe auch unter www.peggy-knobloch.de.vu) Eine anschließende Mahnwache erinnert mit Plakaten an die skandalöse Verurteilung von Ulvi. Peggys Mutter und deren Familie reagieren nicht auf eine Einladung zum Gedenkgottesdienst.
Filmemacherin, Frau Ina Jung, die ebenfalls an dieser Gedenkfeier anwesend war, erklärte über die Verurteilung von Ulvi in SAT 1:
„Nachdem es Aktenmaterial gibt mit so viel Widersprüchen, nachdem ich mit so viel Menschen gesprochen habe, die wirklich sehr in die Sache involviert waren und ich so viele Hintergründe erfahren habe, muss ich sagen: ja, es ist ein Justizskandal!“ (siehe auch unter www. youtube.de)
Im Zsolny-Verlag erscheint im Herbst 2009 der neueste Roman „Totsein verjährt nicht“von Erfolgsautor Friedrich Ani. Einsicht in bestimmte Akten brachten auch Ani zu der Feststellung, dass es sich mit der Verurteilung von Ulvi auf jeden Fall „um einen ungeheueren Polizeiskandal“ handelt.
Mord ist Mord. Aber auch, wenn es keine Leiche gibt, sondern nur ein leeres Grab? Und der vermeintliche Mörder aufgrund höchst zweifelhafter Beweise verurteilt wurde? ein verschwundenes Mädchen lässt Polonius Fischer, Hauptkommissar bei der Münchner Mordkommission keine Ruhe. Vielleicht ist das Mädchen gar nicht tot? Und der Täter nur ein Sündenbock? Aus einem realen Kriminalfall entwickelt Friedrich Ani einen Roman voller Abgründe und Rätsel, der den Leser bis zur letzten Seite in Atem hält.
Gründungsversammlung des Monte Christo e.V. Am 5. März 2010 fand in Würzburg die Gründungsversammlung des Monte Christo e.V. statt. Der Verein setzt sich zum Ziel, unschuldig inhaftierten Menschen in Deutschland hilfreich zur Seite zu stehen. Vertreter der Bürgerinitiative „Gerechtigkeit für Ulvi“ treten dem Verein bei.
Die Resonanz des Filmbeitrages der Stampfwerke Hamburg „Urteil Mord - Mord ohne Leiche“ am 21.3.2010 auf SAT 1 mit dem weltweit bekannten Kriminologen Dr. Thomas Müller über den Fall Ulvi war überwältigend. Erstmals durfte Ulvi der Öffentlichkeit zeigen, wer er wirklich ist.

Kopfschütteln bei Dr. Müller und Ali Amiruddin, Producer der Stampfwerke GmbH, beim Ablaufen der Strecke mit 21% Steigung, die Ulvi hinter Peggy hergerannt sein und sie überholt haben soll. Der Filmbeitrag basierte größtenteils auf Zuarbeiten der Bürgerinitiative.
Unter Mitwirkung der Bürgerinitiative entsteht der Bericht über Ulvi in der D u m m y - Ausgabe März 2011 - unabhängiges Gesellschaftsmagazin - Behinderte No. 30.

Am 7. Mai 2011 hatten Peggys Vater und Familie hatten nach Lichtenberg eingeladen zum Gedenken an Peggy, die heute vor 10 Jahren spurlos verschwand. Die Emotionen schlugen hoch auch in Erinnerung an die damalige Vorgehensweise der Ermittler sowie die skandalöse Verurteilung von Ulvi Kulac.
Anwesend waren Vertreter von RTL, Oberfranken TV, Radio Extra-Herz sowie der Freien Presse Plauen/Chemnitz.

Wie glaubhaft ist noch die Frankenpost?
Die Empörung der Bevölkerung von Lichtenberg und Umgebung war groß, als man in der heutigen Ausgabe der Frankenpost in einem „inhaltlosen“ Artikel an das Verschwinden von Peggy erinnerte und am Schluß bemerkte, die Eltern von Ulvi Kulac hätten das mentale Spießrutenlaufen nicht mehr ertragen und schon lange Lichtenberg verlassen.
Tatsächlich weiß jeder, dass die Familie nach wie vor in Lichtenberg wohnt; das wußte auch der Reporter Rainer Maier ganz genau. Ulvis Familie hatte nie einen Grund die Stadt zu verlassen. Ein Großteil der Lichtenberger steht hinter ihnen.
Erst kürzlich erklärte die Lichtenberger Bürgermeisterin, Frau Elke Beyer, bei DPA: „Der Fall Peggy ist für die meisten der 1150 Bewohner noch immer nicht abgehakt. Wir stellen nach wie vor infrage, dass Ulvi K. wirklich der Täter ist.“
Am 18.5.2011 erscheint die Entschuldigung der Frankenpost:


Zehn Jahre nach dem mysteriösen Verschwinden der kleinen Peggy (9) aus Lichtenberg (Kreis Hof) wird der Fall nun auch für das ZDF verfilmt. Das Skript hat Kult-Krimiautor Friedrich Ani (52) zu Papier gebracht, der auch schon Drehbücher für „Tatort“, „Stahlnetz“ oder „Ein Fall für Zwei“ schrieb. Die Hauptrolle in dem Film „Das unsichtbare Mädchen“ übernimmt Elmar Wepper.
Dieses Drehbuch basiert auch auf Zuarbeiten der Filmemacherin, Frau Ina Jung, die über lange Zeit hinweg mit der Bürgerinitiative über den Fall Peggy/Ulvi recherchierte.
6. Oktober 2011
Bürgerinitiative schreibt an Innenminister Joachim Herrmann
Sehr geehrter Herr Innenminister Hermann,
mit großem Interesse verfolgen auch wir die momentanen Berichte über mutmaßliche Übergriffe von Polizeibeamten auf unbescholtene Bürger. Ihre Feststellung, dass wir in Bayern insgesamt eine „Super-Polizei" haben, können wir auf Grund der Vorgehensweise der Polizei im Rahmen der Ermittlungen gegen den geistig Behinderten Ulvi Kulac aus Lichtenberg in Oberfranken nicht bestätigen.
1. tätlicher Angriff
Der Behinderte (IQ 67) wurde wegen Verdacht des sexuellen Missbrauchs von Kindern in stundenlangen Vernehmungen ohne jeglichen Rechtsbeistand von Beamten der Kripo Hof, im Hinblick auf ein Geständnis unter Androhung ins Gefängnis zu kommen, in panische Angst versetzt und tätlich angegriffen; es hat weh getan! Davon hatte er auch seinem Gutachter, Ermittlungsbeamten sowie Pflegepersonal im BKH Bayreuth berichtet.
Im engeren Sinne ist Folter eine Tat einer bestimmten Interessengruppe (beispielsweise Teile der staatlichen Exekutive) an einem Individuum, etwa durch die . Laut der ist jede Handlung als Folter zu werten, bei der Träger staatlicher Gewalt einer Person „vorsätzlich starke körperliche oder geistig-seelische Schmerzen oder Leiden“ zufügen, um eine Aussage zu erpressen, um einzuschüchtern oder zu bestrafen."
2.) ein gekaufter Zeuge
Vom damaligen Soko-Chef wurde einem Hochkriminellen, Mitinsasse in der Psychiatrie im BKH Bayreuth, die Freiheit versprochen für eine Aussage vor Gericht, dass ihm der Behinderte den Mord an dem 2001 verschwundenen Mädchen gestanden hat. In seiner widerrufenen Aussage erklärte dieser nunmehr vor dem Landgericht Bayreuth; die Kripo habe ihm damals eingetrichtert, er solle sagen, der Behinderte habe ihm den Mord an dem Mädchen gestanden, er habe sie gedrosselt, bis sie tot war.
3. manipulierter Abschlussbericht der Kripo
Um eine Täterschaft des geistig Behinderten zu untermauern, wurden künstliche Indizien geschaffen durch Manipulation von Zeugenaussagen und Sachverhalten im Abschluss-Ermittlungsbericht der Kripo.
Die Zeit des vorbei fahrenden Busses – für die Ermittlungen von großer Bedeutung - konnte durch dessen Fahrtenschreiber festgestellt werden. Da die ermittelte Zeit nicht in das Konzept der Ermittlungen passte, wurde die Auswertung des Fahrtenschreibers durch die Hofer Kripo manipuliert und passend gemacht.
Beispiele könnten zahllos fortgesetzt werden.
Sehr geehrter Herr Innenminister,
unsere Ausführungen zeigen, dass der Fall Rosenheim durchaus kein Einzelfall ist. Wir bitten und hoffen, dass Sie auch unsere Sache vorlegen und alles aufgeklärt und nichts unter den Tisch gekehrt wird, wie im Fall Rosenheim in einer aktuellen Stunde im Landtag von Ihnen versprochen.
Es sei bemerkt, dass unsere Ausführungen wahrheitsgemäß erstellt und aktenkundig belegt sind.
bisheriger Bescheid:


Lediglich ein Lächeln hatte man bei Gründung der Bürgerinitiative für diese übrig; Justizministerin Beate Merk äußerte, dass sie keine Bürgerinitiative brauche. Herr Oberstaatsanwalt Tschanett meinte ironisch, dass jeder einen Verein gründen könne, egal ob Hasenzüchterverein oder Geflügelzüchterverein.
Heute ist die Arbeit der Bürgerinitiative deutschlandweit bekannt und anerkannt.
Woran liegt es, dass immer wieder Unschuldige verurteilt werden?
In diesem Zusammenhang erklärte der Rechtsanwalt und Leiter der ZDF-Redaktion „Recht und Justiz“, dass in Deutschland 70 000 Straftäter in Gefängnissen sitzen, davon aber 3 von 100 unschuldig. („Justiz auf dem Holzweg“ bei Johannes B. Kerner 14.4.2009)
Diese Tatsache muß Anlaß genug sein, nun endlich das Thema Justizreformen im Strafrecht als politisch öffentlichen Diskurs durchzuführen.
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