Banner grau im Gericht mit Ulvi

 

G u t a c h t e r

Gutachter

                                                                 Foto Frankenpost

Diese  Herren besiegelten das Schicksal von Ulvi

 

  Gutachten Prof. Kröber

Prof. Kröber wurde mit der Erstellung eines psychiatrischen und aussagepsychologischen Gutachtens hinsichtlich der Aussagetüchtigkeit von Ulvi Kulac in seinem Geständnis beauftragt; er stellt fest, dass die erlittene Hirnhautentzündung von Ulvi im Alter von 2 Jahren und 2 Monaten folgenlos ausgeheilt sei.

Die Eltern von Ulvi sind über diese Feststellung empört! Nachweisbar war Ulvi vor seiner  Erkrankung ein normal entwickeltes, gesundes Kind; er konnte sprechen und laufen. Nach einem zweimonatigen Krankenhausaufenthalt machten die Ärzte den Eltern wenig Hoffnung, dass ihr Sohn je wieder laufen oder sprechen kann. Sein Mundwinkel hing schlaff herab! Seinen Eltern hat es Ulvi zu verdanken, dass er durch ständige Übungen wieder laufen und einen Buchstaben nach dem anderen wieder sprechen lernte.

Der Gutachter stellt bei Ulvi keinen Schwachsinn fest, sondern lediglich eine niedrige Intelligenz mit einem IQ von 70.  Weiter ist er der Meinung, 

- dass die Angaben von Ulvi erlebnisbegründet seien, dass er also in seinem Geständnis von tatsächlichem

   Erleben berichtet.

- dass er kein schlüssiges Motiv habe, sich unwahr selbst zu belasten

- dass es keinen Anhalt dafür gibt, dass Ulvi der Inhalt des Geständnisses durch die vernehmenden

   Beamten suggeriert wurde

- dass Ulvi nicht erhöht suggestibel wäre

- es gebe keine Anhaltspunkte dafür, dass es früher sog. Parallelerlebnisse von Ulvi gibt!

 

Diese Feststellungen zeigen eindeutig, dass der Gutachter die geistige Behinderung von Ulvi in keiner Form berücksichtigt hat, er sich weder mit dem Akteninhalt, noch mit dem Wahrheitsgehalt der Angaben von Ulvi auseinandersetzt hat. Die Hinweise von Ulvi, dass er Peggy nicht umgebracht hat und die Polizei ihm immer wieder nicht geglaubt hat, den Hinweis, dass er von Ermittlern tätlich angegriffen wurde, ignoriert er völlig

 

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Tatsächlich hatte Ulvi auch keinen Anlaß, sich selbst unwahr zu belasten. Er wurde in stundenlangen Vernehmungen zu einem Geständnis „geführt“, letztlich dann noch mit dem wahrheitswidrigen Vorhalt, man habe Blut von Peggy an seiner Kleidung gefunden. Ulvi sah keinen Ausweg mehr und da hat er gesagt, dass er es war – einfach um seine Ruhe zu haben!

Tatsächlich lag den vernehmenden Beamten die Tathergangshypothese vor, nach der sie in den  Vernehmungen den Inhalt des Geständnisses suggerieren konnten, was aus den Vernehmungsprotokollen eindeutig ersichtlich ist.

UK 2.11.2013 026

Diplom-Psychologe Dr. phil. Rudolf Sponsel, Erlangen “zerpflückt” das Gutachten von Prof. Kröber und stellt fest: “das Gutachten von Prof. Kröber entspricht nicht den Mindestanforderungen!“

 

Gutachten Prof. Nedopil

 

Prof. Nedopil wurde zusätzlich mit der Erstellung eines Psychiatrischen Gutachtens beauftragt, mit dem zur Schuldfähigkeit von Ulvi Kulac Stellung genommen werden soll.

In diesem Gutachten wird Ulvi eine sehr niedrige Intelligenz mit einem IQ von 67 bescheinigt. “ In der heutzutage gemilderten Sprache werde dies als leichte bis mittelschwere geistige Behinderung eingestuft; in der Leseart der Gesetze klingt dies deutlicher: Schwachsinn!”

Ulvi sei ein Mensch mit mangelnder Persönlichkeitsreife, sozial beeinflussbar, extrem außenbestimmt und verführbar - im Guten wie im Schlechten. Sein Allgemeinwissen sei “ganz unzureichend”, seine Fähigkeiten zu rechnen, zu lesen und zu schreiben allenfalls rudimentär. Er könne soziale Situationen kaum richtig erfassen und es gelinge ihm nicht, sich in andere Menschen hineinzuversetzen. So sei auch sein moralisches Urteilsniveau in einem früheren Entwicklungsstadium stecken geblieben.

Besonders positiv wird aber seine überdurchschnittlich produktiv arbeitende Fantasie hervorgehoben. Er könne Geschichten erzählen, wob sein Denken nur locker an der Wirklichkeit orientiert ist. Was nicht da ist, werde eben dazuerfunden.

Als später im Prozess durch den Verteidiger von Ulvi dessen Verhandlungsfähigkeit in Frage stellt, wirft Nedopil sein eigenes Gutachten über den Haufen, in dem er Ulvi Kulac sehr wohl für verhandlungsfähig erklärt: Ulvi könne einer Verhandlung folgen, ungerechtfertigten Vorwürfen widersprechen und einem Verteidiger entsprechende Anweisungen geben oder bei ihm um Hilfestellung nachsuchen. 

 

Prognosegutachten Dr. Wolfgang Blocher

Nach dem Freispruch von Ulvi Kulac hinsichtlich des Mordes an Peggy Knobloch wird Dr. Blocher mit der Erstellung eines Prognosegutachtens hinsichtlich Freilassung aus der Psychiatrie.

In der Begutachtung von Ulvi Kulac in Anwesenheit seiner Betreuerin - erklärt Dr. Blocher abschließend, dass - entgegen der Erklärung der Staatsanwaltschaft Bayreuth - Ulvi ja solange bereits in der Psychiatrie wegen des Mordes an Peggy untergebracht sei. Wegen seiner damaligen Handlungen, die Ulvi nie bestritten hat, wäre er nach einer Therapie von etwa 2 Jahren bereits entlassen worden.

Diese Feststellung hegte bei Ulvi und seiner Betreuerin große Hoffnung in das zu erwartende Gutachen!

Nun das Erschütternde! Seine Prognose über Ulvi hinsichtlich einer Freilassung erfolgte dann im erstellten Gutachten völlig kontrovers!

Zunächst stellt er fest, dass es keine Auffälligkeiten oder Verstöße bei den gewährten Vollzugslockerungen gab; er habe sich zuverlässig und absprachefähig verhalten. Er habe eine gute Anbindung an die Klinikmitarbeiter und die Insassen; er sei höflich, freundlich, hilfsbereit und gut führbar und wurde deshalb sogar in den  “Patientenrat” gewählt. Es hätten sich auch keine Anhaltspunkte für ein gesteigertes sexuelles Triebverhalten bei Ulvi ergeben.

Aber plötzlich wendet sich Blocher um 180° - er bezieht sich wieder ausschließlich auf die Aktenlage; kritisiert Handlungen von Ulvi in der Forensik, die für einen behinderten Menschen völlig normal sind, ja er erklärt auf Grund der  schulischen Defizite von Ulvi nunmehr den schulischen Bereich als Behandlungsschwerpunkt!! - und das nach 13 Jahren!

Als negative Prognose sieht Blocher,

dass Ulvi keine Schulausbildung besitzt, ebenso keine sichere Integration auf dem Arbeitsmarkt sowie noch keine forensisch-psychiatrische Nachsorge bestehe.

Erstere Feststellung ist auf Grund der geistigen Behinderung von Ulvi regelrecht lächerlich und zweitens hatte sich die Betreuerin von Ulvi schon beizeiten um einen Wohnheimplatz für Ulvi gekümmert und auch eine Zusage erhalten.

Skandalös die Feststellung von Blocher, die bei der Tat zugetretene Gefährlichkeit von Ulvi sei noch immer erkennbar - das ist eine ungeheuerliche Unterstellung! Ulvi war damals wie heute nie gefährlich!   

Blocher ignoriert völlig, wie viele Male Ulvi von den Kinder gehänselt und wie ein Hund durchs Dorf getrieben wurde mit der Aufforderung, er solle “ihn” rausholen!

Auch sind für Blocher das zweimalige Klopfen von Ulvi auf den Oberschenkel seines Kumpels (bei dem er zu Hause aus-und ein ging) mit der Aufforderung, er solle mit “wichsen” gehen, zwei Hands-on-Delikte!!!

Wehe dem, der in die Klauen eines solchen Gutachters gerät!

 

Gutachten Dr. Leipziger, BKH Bayreuth, hinsichtlich der Freilassung von Ulvi

 

Dr. Leipziger teilt der Strafvollstreckungskammer Bayreuth mit, dass - ebenso wie Dr. Blocher -  noch keine positiv zu beurteilende Legalprognose bei Ulvi Kulac erstellt werden konnte und der Zweck der Maßregel derzeit als noch nicht erreicht angesehen wurde.

Auch Leipziger bezieht sich wieder auf die Aktenlage und fordert eine weitere vertiefte Deliktbearbeitung und Offenheit von Ulvi. Tatsächlich sind die Handlungen von Ulvi, die er vor fast 14 Jahren auf dem Entwickungsstand eines 8-10-jährigen Kindes getätigt hat - als geistig behinderter Mensch nichts Außergewöhnliches. Ulvi hat sich bereits mehrfach in der Öffentlichkeit dafür entschuldigt.

Ulvi hat keinem Kind Gewalt angetan oder Kinder missbraucht mit bleibenden Schäden, wie von katholischen Priestern vollzogen.

Eine weitere vertiefte Deliktverarbeitung - wie von Dr. Leipziger gefordert -, nämlich den “Missbrauch von Peggy Knobloch” aufzuarbeiten, ist für Ulvi Kulac psychisch schwer schädigend und grenzt an seelischer Folter; denn nachweisbar ist ein Missbrauch durch ihn nie erfolgt!!      

Auch weist Dr. Leipziger auf die hohe Suggestibilität von Ulvi Kulac und fortbestehende Außenbeeinflussung hin (durch Bezugspersonen sowie die Unterstützergruppe). Diese Feststellung von Dr. Leipziger ist eine Schande, denn ohne diese “Außenbeeinflussung” wäre Ulvi Kulac noch heute der Mörder von Peggy Knobloch. Recht schaffende Menschen werden von Dr. Leipziger verunglimpft.

Hierdurch noch einmal ein gesonderter Hinweis für Dr. Leipziger:

Es waren nicht die Kräfte der Justiz, es waren nicht die Kräfte, die eine Revision innerhalb des eigenen Apparates in Gang setzten, sondern es waren Bürgerinnen und Bürger, die von Anfang an an die Unschuld des damals verurteilten Ulvi K. glaubten. In einer beispielhaften Kampagne wurden Fehler aufgedeckt und Sachverhalte hinterfragt, Methoden zu Tage gefördert, die uns allen, die wir Träger und verantwortliche Befürworter des Rechtsstaates sind, in keiner Weise gefallen können!