Startseite
Ulvi
Bürgerinitiative
Geständnis
Fakten
Gutachter
Zeitfenster
Impressum
Gästebuch
vorhergehende Seitenächste Seite

© 2007 Gudrun Rödel

Nach Auskunft von Journalisten ist die hiesige "Frankenpost" keinesfalls gewillt, über den Fall Ulvi und insbesondere die Bürgerinitiative zu berichten, dafür andere umso mehr. 

Bericht der Nürnberger Abendzeitung vom 25.1.2008

Bayreuth - Man muss zweimal hinsehen, um ihn wieder zu erkennen. Ein junger Mann mit Lederjacke und heller Hose kommt die Treppe im Bayreuther Justizgebäude in Begleitung zweier Zivilbeamten hoch: Es ist Ulvi Kulac, jener geistig behinderte Mann, der vor sieben Jahren die damals neunjährige Peggy Knobloch aus Lichtenberg umgebracht haben soll. Ulvi hat seit seiner Verurteilung im April 2004 rund 25 Kilo abgenommen. Von den Beamten wird er zum großen Schwurgerichtssaal in den zweiten Stock gebracht. Dort wo eigentlich die großen Mordprozesse stattfinden, hat Ulvi an diesem Tag seine alljährliche Anhörung für die weitere Unterbringung in der Psychiatrie. Auf dem Flur wartet Ulvis Betreuerin Gudrun R. Ulvi freut sich, als er sie sieht, legt seinen Arm um sie und drückt ihr ein dickes Bussi auf die Wange. Dann geht alles ganz schnell. Nur wenige Minuten dauert die Anhörung und genauso schnell wie er da war, ist Ulvi auch wieder verschwunden. Gudrun R. hofft, dass es die letzte Anhörung für Ulvi sein könnte. Nach seiner Verurteilung wurde sie seine Betreuerin und rief die Bürgerinitiative „Gerechtigkeit für Ulvi“ ins Leben. Anfangs noch als ein Haufen Verrückter belächelt, habe die Bürgerinitiative inzwischen eine Vielzahl von Sympathisanten, resümiert sie stolz. Ziel der Bürgerinitiative ist ein Wiederaufnahmeverfahren im Mordfall Peggy und der Freispruch Ulvis. Gudrun R., selbst Mutter eines behinderten Kindes, hat Ulvis Prozess aufmerksam verfolgt. Erschüttert sei sie gewesen, das Ulvi überhaupt verurteilt wurde. Zusammen mit ihrem Mann besuchte sie dann Lichtenberg. „Ein älterer Herr hatte uns besonders beeindruckt. Er weinte bitterlich, weil er genau wusste, dass Ulvi zum angeblichen Mordzeitpunkt bei ihm zum Holzaufschichten war.“ Aus Wut darüber, weil von der örtlichen Zeitung kritische Leserbriefe zu dem Urteil ignoriert wurden, unterschrieb sie ihre Kritiken fortan im Namen der Bürgerinitiative „Gerechtigkeit für Ulvi“. „So war die Bürgerinitiative geboren,“ erinnert sie sich. Der größte Erfolg sei für sie die Herausgabe der Ermittlungsakten gewesen. Schnell war für sie klar: „Hier sollte einem geistig behinderten Menschen ein Mord in die Schuhe geschoben werden, den er nie begangen haben kann.“

 

Foto: Karin Heindl

Der eingeschaltete Bayreuther Rechtsanwalt hat ebenfalls Zweifel an Ulvis Schuld. Zuerst, so erzählt er uns, habe ich nicht recht gewusst, was er davon halten solle. Dann begann er zu recherchieren und sei auf viele Ungereimtheiten gestoßen. Heute ist er von Ulvis Unschuld überzeugt. Nach seinen Darlegungen gäbe es eine Vielzahl von Zeugen, die Peggy am Tag ihres Verschwindens zu einem Zeitpunkt noch gesehen haben wollen, zu der sie nach Auffassung des Gerichts längst tot gewesen
sein soll.

 

Bürgerinitiative wendet sich an den Bundespräsidenten.

 

Bürgerinitiative "Gerechtigkeit für Ulvi"

                                                                                 

 

 

Herrn 

Bundespräsidenten

Dr. Horst Köhler

Spreeweg 1

11010 Be r l i n

 

  29.02.2008

 

 

 

11-000-12-2-481/05

 

Sehr geehrter Herr Bundespräsident Köhler,

 

bereits im Jahr 2005 wandte ich mich im Namen der Bürgerinitiative an Sie in der Angelegenheit des geistig Behinderten Ulvi Kulac aus Lichtenberg/Oberfranken, der in einem spektakulären Indizienprozess am 30.4.2004 zu lebenslanger Haft wegen Mordes der seit 7.5.2001 verschwundenen Peggy Knobloch verurteilt wurde.

Lediglich Bedauern hatten Sie damals für mein Anliegen übrig. 

 

Inzwischen gerichtlich bestellte Betreuerin des Behinderten, wurden nach Studium der Ermittlungsakten meine schlimmsten Befürchtungen bei weitem noch übertroffen.

 

Die verschwundene Peggy wurde bis heute nicht gefunden. Auf Grund der beim Bayrischen Innenministerium und der KPI Hof existierenden Akte, welche Spuren über den Verbleib des Mädchens in Richtung Landeshauptstadt München im Jahr 2001 zum Inhalt hat, kam die Soko I im Januar 2002 zu dem Ergebnis: der Behinderte hat mit dem Verschwinden des Mädchens nichts zu tun!   

 

 

Nichtsdestotrotz

 

wurde der intellektuell minderbegabte Behinderte, lt. Gutachter unter der

Grenze zum Schwachsinn mit kindhaftem Niveau, des Lesens und Schreibens nicht mächtig, durch eine eigens vom damaligen Innenminister Beckstein im Februar 2002 eingesetzte Sonderkommission

-  ohne Prüfung seiner Verhandlungsfähigkeit sowie Vorspiegelung falscher Tatsachen und Täuschung in Abwesenheit seines Anwaltes zu einem Geständnis „geführt“,

   dessen Inhalt durch eine vorher erstellte Tathergangshypothese für die Ermittler bereits feststand sowie

-  ohne jegliche Spuren und Beweise vor Gericht gestellt und verurteilt.

-          

Entlastende Zeugenaussagen wurden gefälscht und Beweismittel unterschlagen.

   Weitere Zeugen konnten durch nachweisbar falsche Aussagen eine Täterschaft des Behinderten möglich werden lassen.

 

Skandalös

stellen diese Delikte wie Täuschung, Fälschung und Unterschlagung von Beweismitteln sowie Falschaussagen im Prozess für die Behörden keinen Straftatbestand dar, Ermittlungsverfahren wurden eingestellt.

Eine Verfassungsbeschwerde musste auf Grund einer Fristversäumnis des beauftragten Anwaltes ohne Erfolg bleiben. Für die Anwaltskammer stellt dies keine berufliche Pflichtverletzung des Anwaltes. Frau Justizministerin Zypries bestätigte, dass tatsächlich der Antragsteller so gestellt wird, als habe er die Frist versäumt. Jegliche weitere Rechtsmittel gehen daher ins Leere.

Mir liegt das Schicksal dieses Behinderten und seiner Familie besonders am Herzen, da ich selbst Mutter einer behinderten Tochter bin.

Das Leben dieses Behinderten – erst neuerlich als freundlich, beliebt, zuverlässig, sehr hilfsbereit, anhänglich und sexuell unauffällig begutachtet – wurde zerstört; er muss für etwas büßen, was er nachweisbar nicht getan hat.

Umso empörender noch die Tatsache, dass in den damaligen Prozess involvierte Persönlichkeiten wie Richter oder Ermittler unsere Feststellung bestätigen!

 

Sehr geehrter Herr Bundespräsident,      

Es kann nicht sein, dass Politiker unseres Landes hinsichtlich der Menschenrechte und  Rechtsstaatlichkeit in anderen Ländern mahnend tätig werden, jedoch in unserem Land die Menschenrechte mit Füßen getreten werden.

Ich möchte Sie in Ihrer Eigenschaft als oberster Repräsentant eines in der Welt angesehenen Landes nochmals ersuchen, dieses Geschehen nicht nur mit einer Geste des Bedauerns zu kommentieren, sondern konkret Ihren gewichtigen Einfluss zur Geltung zu bringen.

 

Mit vorzüglicher Hochachtung

 

Gudrun Rödel

für die Bürgerinitiative

 

Verteiler:

Justizministerin Brigitte Zypries

Presse: Süddeutsche, Spiegel, FAZ, Nürnberger Abendzeitung                                                                    

 

 

 

 

 

3 Jahre Bürgerinitiative

 

Vor etwa 3 Jahren fand sich die Bürgerinitiative „Gerechtigkeit für Ulvi“ zusammen, um gegen das ergangene Gerichtsurteil als deutlich ersichtlichen Willkürakt zu protestieren.

Die Studien der Ermittlungsakten haben unsere schlimmsten Befürchtungen bei weitem noch übertroffen und zeigen: Ulvi ist unschuldig!

Immer mehr Bürger unseres Landes – darunter seriöse Angehörige der Justiz wie Richter, Polizei und Landräte – bestärken und unterstützen das Tun der Bürgerinitiative.

 

Am 18. September 2007 fand in Würzburg der Deutsche Richter- und Staatsanwalttag statt. Der Verein für demokratisches Recht und Freiheit e.V. unter der Leitung von Peter Köberle hatte zu einer Demonstration unter dem Motto

 

 

         „Wir fordern eine grundgesetzkonforme Rechtsprechung, die richterliche

                    Unabhängigkeit und eine neutrale Kontrollstelle der Justiz“

 

aufgerufen, an der auch wir Mitglieder der Bürgerinitiative „Gerechtigkeit für Ulvi“ teilnahmen.

 

 

 

In der „Mainpost“ zu lesen:

 

Dutzende Demonstranten vor dem Congress Centrum, in dem gleichzeitig der Deutsche Richter- und Staatsanwalts-Tag stattfand. Anhand mehrerer Beispiele versuchte die Gruppe um Walter Osbeck (muss aber richtig Peter Köberle heißen) ihre Auffassung zu belegen, dass es kein gleiches Recht für alle mehr gebe. „So etwas wird es nicht geben, solange Richter ungestraft Rechtsbeugung begehen können“ schrieben sie an Jutta Limbach, die frühere Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts. Am Nachmittag machten die Demonstranten mit einer Kundgebung am Dom auf ihr Anliegen aufmerksam.

 

  

Starke Resonanz fand eine abendliche Gesprächsrunde mit Jürgen Roth über sein neuestes Buch „Anklage unerwünscht“, welches über Korruption und Willkür in der deutschen Justiz berichtet. Resümee dieser Veranstaltung war die Feststellung, dass es formal einen deutschen Rechtsstaat gibt, die Wirklichkeit jedoch ganz anders aussieht.

Wer unschuldig in die Mühlen der Justiz gerät, hat es verdammt schwer, da wieder herauszukommen. Leichter öffnen Sie einen unter Hochdruck stehenden Dampfkochtopf als eine geschlossene Gerichtsakte!

Wenn die Beweise nicht reichen, dann werden diese einfach passend gemacht. Gibt es Widersprüche, werden die Akten bereinigt. Einzelfälle? Nein, das ist täglicher Justizalltag!    

 

 

Skandalöse Polizeiaktion im Dezember 2006 in Lichtenberg unter der Leitung von Polizeirat W. wegen ein paar alter Kleidungsstücke von Peggy? !

Wahrheitswidrig erging die Mitteilung, dass sich angeblich in Lichtenberg einer von der Bürgerinitiative als Polizist ausgebe!
Fakt ist, dass unter Zeugen und in Abstimmung mit dem Vermieter die Herausgabe einiger Bekleidungsstücke von Peggy für Vergleichszwecke erfolgte, die seit dem Auszug der Frau K. auf dem Dachboden lagern. Mieter wurden bereits vom Vermieter gebeten, den Müll zu entsorgen, was sie ablehnten, weil sie „dieser Frau“ nicht ihren Dreck hinterher räumen wollten.

Was sich dann gegenüber dem Mitglied der BI seitens der Polizei abspielte, ist skandalös und glich einem knallharten Krimi. Er und seine Familie wurden massiv bedrängt und behandelt wie Schwerstverbrecher!



[«] [Startseite] [Ulvi] [Bürgerinitiative] [Geständnis] [Fakten] [Gutachter] [Zeitfenster] [Impressum] [Gästebuch] [»]